Sonderausschüttungen Film

Mit dem neuen Verteilungsplan, der 2017 in Kraft getreten ist, passt die Bild-Kunst ihre Regularien an das neue Verwertungsgesellschaftengesetz an. Dieses sieht unter anderem eine beschleunigte Ausschüttung vor: Fand die Hauptausschüttung der Filmerlöse früher regelmäßig drei Jahre nach dem Ausstrahlungsjahr statt, so erfolgt sie jetzt bereits im Folgejahr.

Im ersten Quartal 2018 wurde die Umstellung des alten 3-Jahres-Rhythmus auf den neuen 1-Jahres-Rhythmus vollzogen, indem die Erlöse für die Ausstrahlungsjahre 2014 bis 2016 ausgeschüttet worden sind. Insgesamt handelt es sich um knapp EUR 55 Mio. an die Filmurheber:

  • 2014 – Erlöse Kabel und Privatkopie: EUR 7,9 Mio.
    Ausschüttung 23.02.2018
  • 2015 – Erlöse Kabel und Privatkopie: EUR 6,8 Mio.
    Ausschüttung 09.03.2018
  • 2016 – Erlöse Kabel und Privatkopie: ca. EUR 9,0 Mio.
    Ausschüttung 22.03.2016
  • 2008 - 2016 – Erlöse Privatkopie, Mobiltelefone: EUR 24,1 Mio.
    Ausschüttung  25.04.2018
  • 2010 - 2016 – Erlöse Privatkopie Tablet: EUR 6,9 Mio.
    Ausschüttung 25.04.2018

Im zweiten Quartal 2018 wird die Bild-Kunst die korrespondierenden Ausschüttungen an die Filmproduzenten vornehmen.

Achtung:
Die Erlöse, die für ein Ausstrahlungsjahr ausgeschüttet werden, entsprechen nicht den Erlösen, die im Geschäftsbericht für das entsprechende Geschäftsjahr ausgewiesen werden. Denn in einem Geschäftsjahr werden manchmal Erlöse für zurückliegende Jahre verbucht. So sind im Geschäftsbericht 2014 Erlöse in Höhe von EUR 22,4 Mio. für Privatkopie ausgewiesen. Davon entfielen jedoch EUR 8,1 Mio. auf US-Filme. Die restlichen EUR 14,3 Mio. erhielt die Bild-Kunst für die Ausstrahlungsjahre 2011, 2012, 2013 und 2014. Für das Ausstrahlungsjahr 2014 wurden in 2014 sogar nur EUR 1,9 Mio. erwirtschaftet.

Hinweis:
Im aktuellen Jahr 2018 wird die Bild-Kunst im Filmbereich außergewöhnlich hohe Erlöse an ihre Mitglieder ausschütten. Wie oben erwähnt liegt das zum Teil daran, dass wir aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen von einer Ausschüttung im dritten Jahr nach dem Ausstrahlungsjahr auf eine Ausschüttung im Folgejahr umstellen. Zusätzlich wurden im Sommer 2017 Sondererlöse im Bereich Privatkopie (Mobiltelefone und Tablets) erwirtschaftet, die jetzt ausgeschüttet werden.

Für Mitglieder mit hohen Ausschüttungsbeträgen könnte die dargestellte Häufung der Ausschüttung zu einem Nachteil bei der Einkommenssteuer führen, wenn wegen der Progression ein höherer Steuersatz zur Anwendung kommt. Die Finanzämter können jedoch bei Nachweis einer ungewöhnlichen "Ballung" von Einkünften die normale Progression zur Anwendung bringen, wenn dies der Steuerpflichtige beantragt. Zu diesem Zweck haben wir beigefügtes Schreiben vorbereitet. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die endgültige Entscheidung Ihr jeweiliges Finanzamt trifft.