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AllgemeinesVereinTätigkeit

    Erläuterungen

    Sobald ein Bildurheber oder eine Bildurheberin aus den Bereichen Kunst, Foto, Illustration oder Design einen Wahrnehmungsvertrag mit der Bild-Kunst unterschreibt, erklärt sich das neue Mitglied mit den Statuten der Bild-Kunst einverstanden, insbesondere mit Satzung und Verteilungsplan. Für das Mitglied sind das die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ des Vereins.

    In den Bedingungen sind gewisse Meldefristen geregelt: Bildurheber müssen ihre Abbildungen in Publikationen, seien es Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften, aber auch ihre Abbildungen, die im Internet Verwendung finden, innerhalb gewisser Fristen im Folgejahr der Verwendung bei der Bild-Kunst anmelden, um eine Ausschüttung zu erhalten. Der Grund liegt darin, dass es der Bild-Kunst unmöglich ist, selber die Verwendung aller Bildwerke in allen analogen und digitalen Medien zu recherchieren.

    Ein neues Mitglied hat zudem die Möglichkeit, seine oder ihre Bildwerke in Publikationen und anderen Verwendungsformen der letzten drei Jahre nachzumelden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alle Ansprüche innerhalb des Zeitraums der Regelverjährung bedient werden. Für Ausschüttungen, die länger als drei Jahre zurück liegen gilt: um hieran zu partizipieren, hätte das neue Mitglied früher in die Bild-Kunst eintreten müssen.

    Die geschilderten Regeln sind auf den Normalfall ausgerichtet, dass die Bild-Kunst von den Vergütungsschuldnern regelmäßig Zahlungen erhält. Gegenwärtig haben wir es aber mit dem einmaligen Sonderfall zu tun, dass die Geräteindustrie die Vergütungen erst nach einem 13 Jahre langen Rechtstreit bezahlt hat: deshalb sind die Zahlungen für Drucker 2001 bis 2007 erst im Jahr 2015 eingegangen. Aus dem gleichen Grund wird die Bild-Kunst auch Nachzahlungen für PC 2001 bis 2007 erhalten, wahrscheinlich in den kommenden Monaten.

    Für diese beiden Fälle konnte ein vor Kurzem neu eingetretenes Mitglied gar keine Nachmeldungen vornehmen, denn der Nutzungszeitraum liegt länger als drei Jahre zurück. Da aber aufgrund der im Jahr 2015 erfolgten Nachzahlung trotzdem ein Anspruch des Neumitglieds auf Beteiligung entstanden ist, muss die Bild-Kunst dem Mitglied die Gelegenheit einräumen, die verteilungsrelevanten Informationen beizubringen.

    Freilich wird in der Praxis der Regelfall wohl der sein, dass ein Bildurheber, der vor Kurzem in die Bild-Kunst eingetreten ist, in der weiter zurück liegenden Vergangenheit noch gar nicht beruflich tätig war. Trotzdem mag es Fälle geben, dass ein Bildurheber erst später in seinem oder ihrem Berufsleben den Wahrnehmungsvertrag unterzeichnet hat. Für diese Gruppe ist die Möglichkeit der Nachmeldung interessant.