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    10 Jahre Bild-Kunst Schnitt Preis bei Filmplus

    Das Forum für Filmschnitt und Montagekunst "Filmplus präsentierte vom 24. bis 27. Oktober insgesamt 15 nominierte Filme in den Kategorien Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm mit ausführlichen Gesprächen in Anwesenheit der nominierten Editoren. Zum zehnten Mal wurde der Bild-Kunst Schnitt-Preis vergeben.

    Copyright: Thomas Sawer

    Leopold Grün und Dirk Uhlig

    Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Filmforum im Museum Ludwig in Köln wurden Entscheidungen über die Schnitt-Preise unter Anwesenheit der Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW Petra Müller bekannt gegeben.

    Vergabe Bild-Kunst Schnitt-Preis 2014
    Der mit 7.500 Euro dotierte Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm - gefördert von der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst - geht an: Leopold Grün und Dirk Uhlig für den Schnitt von "Am Ende der Milchstraße" (Regie: Leopold Grün und Dirk Uhlig).

    In der Jury Dokumentarfilm saßen Rüdiger Laske (Kameramann), Oliver Neumann (Produzent und Editor) und Roland Zag (Dokumentarfilmer und Dramaturg), die ihre Wahl folgendermaßenbegründeten: "Der entschiedene und mutige Aufbau der Narration entwirft ein dichtes Gewebe von Eindrücken aus einer extremen Lebenswelt. Das Portrait einer Solidargemeinschaft schafft nach Meinung der Jury ein souveränes Bild, das den Protagonisten ihren Raum und ihre Würde lässt. Der Schnitt des Filmes findet zu einer eigenständige Balance zwischen Erzählung und Auslassung und begegnet dem Publikum auf Augenhöhe. In Montage und Dramaturgie findet 'Am Ende der Milchstraße' eine ungewöhnlich offene Form, die einem subtilen Geflecht von menschlichen Befindlichkeiten gerecht wird."

    Neben dem Bild-Kunst Schnitt Preis werden der NRW Schnittpreis Spielfilm (dotiert mit 7.550 Euro), der Avid Förderpreis Schnitt (dotiert mit 2.500 Euro) sowie der Geißendörfer Ehrenpreis (dotiert mit 3.000 Euro) vergeben.

    Zehn Jahre Bild-Kunst Schnitt-Preis
    Seit 2004 unterstützt die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst Filmplus und ermöglicht es den Veranstaltern, auch die dramaturgisch hoch anspruchsvolle Montageleistung im Bereich Dokumentarfilm angemessen zu würdigen. Erstmals wurde dieses Jahr auch bei der Auswahl der Dokumentarfilme für den Schnitt-Preis auf ein Einreichungsverfahren gesetzt. Mit dem mit 7.500 Euro dotierten Preis wird die beste Editorenleistung an einem deutschen Dokumentarfilm des letzten Jahres ausgezeichnet. Seit 2013 sind die Langfilm-Wettbewerbe auch für Filme aus Österreich geöffnet.

    Bisherige Preisträger des Bild-Kunst Schnittpreises

    • Philip Scheffner (2013) für Revision
    • Inge Schneider (2012) für Raising Resistance
    • Stephan Krumbiegel und Volker Sattel (2011) für Unter Kontrolle
    • Stephan Krumbiegel (2010) für Wiegenlieder
    • Gesa Marten (2009) für pereSTROIKA - umBAU einer Wohnung
    • Ginés Olivares und Wolfgang Reinke (2008) für Nicht böse sein!
    • Anja Pohl (2007) für Die Unzerbrechlichen
    • Jean-Marc Lesguillons (2006) für Horst Buchholz – Mein Papa
    • Gesa Marten und Bettina Braun (2005) für Was lebst du?
    • Inge Schneider (2004) für Die Spielwütigen.

    Das Nominierungsverfahren
    Nominiert werden Dokumentarfilme, die zwischen dem 1. August des Vorjahres und dem 31. Mai 2014 im Kino ausgewertet wurden; dabei kommen nur deutsche Produktionen und deutsche Majoritäts-Koproduktionen sowie rein österreichische und majoritär österreichische Koproduktionen in Frage.

    Die Vorauswahl treffen die künstlerischen Leiter von Filmplus. Eine Vorjury mit erfahrenen Editoren sichtet den Pool von zwölf bis fünfzehn Filmen und legt anschließend gemeinsam die fünf Nominierungen in Köln fest, die während Filmplus dem Publikum und der Hauptjury vorgeführt werden.

    » mehr Infos unter www.filmplus.de