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    Broschüre Privatkopievergütung

    Die Brüsseler Lobbyorganisation Society of Audiovisual Authors (SAA) hat jüngst eine Broschüre herausgegeben, die das Thema Privatkopievergütung anreißt. Darin wird beispielsweise veranschaulicht, was eine Privatkopie überhaupt ist, aber auch, wie das Privatkopiesystem an das digitale Zeitalter angepasst werden kann.
     
    Bei der Privatkopie geht es um die Beschränkung des Vervielfältigungsrechts. Die Broschüre, die auch auf Deutsch vorliegt, zeigt bildhaft, was überhaupt Kopierfreiheit bedeutet und was passiert, wenn man diese einschränken würde.

    Unter anderem geht die Broschüre auf eine vereinheitlichte und effiziente Verwaltung der Vergütungsansprüche in Europa ein. Was zum Teil schon aus der Konsultation des EU-Fragebogens hervorgeht, hat die SAA versucht, bildhaft anhand eines Beispiels darzustellen: Wie könnte in Zukunft eine Rechnung aussehen, die dem Verbraucher zeigt, welcher Betrag beim Kauf eines Endgerätes für die Privatkopievergütung einbezogen wird?

    » Werfen Sie doch gleich selbst einen Blick in die Broschüre Privatkopievergütung

    Über die SAA
    Die Society of Audiovisual Authors (SAA) ist die Brüsseler Lobbyorganisation der europäischen audiovisuellen Verwertungsgesellschaften. Über ihre Mitglieder vertritt sie derzeit über 120.000 Regisseure, Drehbuchautoren und weitere Filmurheber aus 18 Ländern. Sie setzt sich aktiv für die Verbesserung der Vergütungssituation der von ihr indirekt vertretenen Kreativen ein, indem sie bei den politischen Akteuren in Brüssel und Strasbourg das Bewusstsein für das Thema Urheberrecht verbessert, aufklärt und klare Forderungen stellt.

    » Website SAA

    Wie geht es weiter?
    Die Privatkopie ist in den einzelnen europäischen Ländern unterschiedlich ausgestaltet, so dass der Ruf der Industrie nach Vereinheitlichung - möglichst auf niedrigstem, gemeinsamem Nenner - in Brüssel die Beamten auf den Plan ruft.

    In der letzten Legislatur des Europäischen Parlaments war der Mediator Antonio Vitorino beauftragt worden, Vorschläge zur Modernisierung des Instituts der Privatkopie zu erarbeiten. Im Ergebnis sah sein Bericht langfristig die Abschaffung der Vergütungen vor. Das Europäische Parlament verabschiedete daraufhin eine politische Empfehlung, in der Vorschläge gemacht werden, wie man das System so modernisieren kann, ohne dass die Rechteinhaber dabei benachteiligt werden.

    Die jetzige EU-Kommission hat für das Jahr 2015 im Bereich des Urheberrechts andere Prioritäten gesetzt. Es ist aber wahrscheinlich, dass das Thema Privatkopie im Jahr 2016 wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird.