Urheberrecht und urheberrechtlicher Schutz

Das Urheberrecht ist ein Menschenrecht. Es schützt auf der einen Seite die geistigen und persönlichen Beziehungen des Urhebers zu seinem Werk. Auf der anderen Seite spricht es ihm das Recht zu, über die Nutzung seiner Werke zu entscheiden.

Somit ist das Urheberrecht einerseits ein Persönlichkeitsrecht und sichert die Identität des Werkes sowie die geistigen und persönlichen Interessen des Urhebers. Auf der anderen Seite ist es das „Arbeitsrecht der Kreativen“, denn es dient der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes.

Urhebrrechtlicher Schutz entsteht mit der Vollendung des Werkes, ohne, dass weitere Formalien wie Anmeldung oder Hinterlegung beachtet werden müssen. Grundsätzlich schützt das Urhebergesetz den Urheber. Dritte, wie z.B. Auftrag- oder Arbeitgeber, können nur Nutzungsrechte am Werk erwerben.

Das Urheberrecht endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Danach wird ein Werk „gemeinfrei“, kann also von jedermann genutzt werden. Dennoch gibt es nicht unübliche Ausnahmefälle, die beachtet werden müssen: Manchmal stecken zwei Werke in vermeintlich einem. Wer beispielsweise das Foto eines Werkes von Michelangelo verwenden will, braucht sich nicht um die Rechte der Erben von Michelangelo kümmern, wohl aber um die Rechte des Fotografen, der das Foto gemacht hat. Handelt es sich aber um das Foto eines geschützten Werkes, müssen beide Rechte geklärt werden.

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