Verwertungsgesellschaften

Allgemeines

Verwertungsgesellschaften sind Zusammenschlüsse von Urhebern (oder anderen Rechteinhabern wie z.B. Verlagen oder Filmproduzenten) zur gemeinsamen Ausübung von Rechten, die individuell nur schwierig oder gar nicht wahrgenommen werden können. Sie haben die Aufgabe, Lizenzen zu vergeben, die Vergütungen für ihre Berechtigten einzuziehen und an diese zu verteilen.

Auch wenn das Gesetz vorsieht, dass bestimmte urheberrechtliche Ansprüche nur von Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden können, sind sie doch keine Behörden, sondern von den Mitgliedern getragene Vereine. Verwertungsgesellschaften nehmen weder hoheitliche Aufgaben wahr, noch werden sie vom Staat betrieben.

Verwertungsgesellschaften nehmen diejenigen Rechte und Ansprüche wahr, die ein Urheber selber aus praktischen oder rechtlichen Gründen nicht wahrnehmen kann. Sie ermöglichen den Nutzern eine einfache Rechteklärung und den Berechtigten einen Weg, ihre Urheberrechte überhaupt zu verwerten.

Grundsätzlich lässt das Gesetz den Urheber entscheiden, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen er sein Werk anderen zur Nutzung überlässt. Allerdings gibt es Ausnahmefälle, in denen das Gesetz eine Nutzung erlaubt, ohne dass der Urheber Einspruch erheben kann. Diese sogenannten ‚Schranken des Urheberrechts‘ sind die Konsequenz aus der Sozialbindung des Eigentums. Zum Ausgleich räumt das Gesetz dem Urheber in der Regel einen Vergütungsanspruch ein, der in der Regel nur durch eine Verwertungsgesellschaft wahrgenommen werden kann.

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