Bild-Kunst-Förderpreis "Bestes Kostümbild & Bestes Szenenbild"

Bei den 47. Hofer Filmtagen wurde am Freitag, den 25. Oktober 2013 im

Kino Scala in Hof der Bild-Kunst-Förderpreis "Bestes Kostümbild" sowie "Bestes Szenenbild" zum 15. Mal verliehen.

Der Preis wurde angeregt von dem Studiengang Film und Fernsehen Abteilung Szenenbild der HFF München. Er wird seit 1997 von einer Jury aus Vertretern des Berufsverbandes der Szenenbildner, Filmarchitekten und Kostümbildner e.V. (ehemals S/F/K, jetzt VSK) und dem Studiengang Szenenbild der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg vergeben. 2008 wurde er um den Preis für das beste Kostümbild erweitert, und 2010 konnte man zusätzlich eine Förderung der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst erwirken. Der Preis besteht seit 2004 aus einer Urkunde und nennt sich jetzt Bild-Kunst Förderpreis.

Seit 2010 ist er mit je 2.500 Euro dotiert. Die Jury setzt sich unter der Leitung von Anna Heymann (Szenenbildnerin, VSK) zusammen aus Gudrun Schretzmeier (Kostümbildnerin, VSK), Prof. Ingrid Lazarus (Kostüm- und Szenenbildnerin, VSK), Irene Edenhofer-Welzl (Szenenbildnerin, VSK), Heike Lange (Szenenbildnerin, VSK) sowie Marlen von Heydenaber als Vertreterin des Studienganges Szenenbild der Filmakademie Baden-Württemberg.

Preisträgerin Szenenbild 2013

Stefanie Hinterauer

Titel der Filme: Sunny (Regie: Barbara Ott),

Antons Fest (Regie: John Kolya Reichart)

Preisträgerin Kostümbild 2013

Svenja Gassen

Titel des Films: Couchmovie (Regie: Isabel Braak)

Jurybegründung des Bild-Kunst-Förderpreises "Bestes Kostümbild" an Svenja Gassen für "Couchmovie"

Ein gutes und richtiges Kostüm zeichnet und charakterisiert die Figur. Ein solches Kostüm ist in der Lage alleine durch Form, Farbe und Material eine Information an die Zuschauer zu geben. Es ist die zweite Haut des Schauspielers und sollte ohne Worte erzählen. Dies trifft alles auf die Arbeit unserer Preisträgerin Svenja Gassen im Film "Couchmovie" unter der Regie von Isabel Braak zu: Hier sprühen die Protagonisten in ihren Kostümen pure Lebenslust, Witz, Charme und Leichtigkeit aus und sie nehmen die Zuschauer mit zum Surfen in Städte, Länder und Sprachen. Keine Farbe ist zu viel, keine Hose zu kurz und kein Kostüm zu lustig.

Jurybegründung des Bild-Kunst-Förderpreises "Bestes Szenenbild" an Stefanie Hinterauer für "Sunny"

Die Aufgabe des Szenenbildes ist es, das Umfeld, in der sich die Charaktere bewegen, zu verbildlichen und deren innere Welt und Emotionen auszudrücken. Bereits in den ersten Minuten von "Sunny" in der Regie von Barbara Ott können wir uns in die Welt der Protagonisten einfühlen. Die Arbeit von Stefanie Hinterauer gibt uns einen präzisen und äußerst glaubwürdigen Blick auf das Milieu ohne die Charaktere vorzuführen oder zu kommentieren. Durch unmerkliches Gestalten erhalten die Zuschauer einen nahezu dokumentarischen Einblick in das spannungsreiche Zusammenleben von Sunnies Eltern. Wir Szenenbildner wissen, wie schwierig es ist eine natürliche und lebendige Lebenswelt herzustellen. Die Preisträgerin gestaltete zum Beispiel das Umfeld der jungen Familie gekonnt durch eine Komposition aus Alltagsgegenständen, ohne in Sozialkitsch zu verfallen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.v-sk.de