
Als Autodidaktin war Rune Mields über sechzig Jahre künstlerisch erfolgreich. Die Pionierin der Konzeptkunst nahm 1977 an der Documenta teil, war Stipendiatin der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo und Trägerin des Gabriele Münter Preises. Bis zuletzt war sie an Ausstellungen beteiligt. Ihr Interesse und ihre Liebe galt den Naturwissenschaften, Zahlen und Zahlenräumen, Physik und Philosophie, deren Schönheit sie in konkreten Gemälden sichtbar machte.
Rune Mields war eine kulturpolitische Kämpferin: Sie kämpfte für die Anerkennung als Künstlerin in einem damals weitgehend männlich dominierten Umfeld und setzte sich für faire Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler ein. Sie machte sich stark für eine angemessene Vergütung für Werknutzungen, die über den Verkauf der Werke hinausgehen. Sie kämpfte für die Künstlersozialkasse und für die Stiftung Kunstfonds.
In der VG Bild-Kunst engagierte sich Rune Mields als Mitglied des Vorstands des Deutschen Künstlerbundes seit 1977 für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen.
Wir verbeugen uns vor einer großen Künstlerin und trauen um einen wunderbaren Menschen.